RÜCKSTELLUNGEN (für kleinere Unternehmen) Mai22

RÜCKSTELLUNGEN (für kleinere Unternehmen)...

Mir werden sehr oft Bilanzen von kleineren Unternehmen vorgelegt, die durch geringe Rückstellungswerte „glänzen“. Das ist verwunderlich, sind Rückstellungen doch ein probates Mittel um die steuerliche Bemessungsgrundlage zu reduzieren und hierdurch gerade für kleinere Betriebe wichtige Liquiditätsvorteile zu generieren. Es findet sich nicht selten nur eine einzige Rückstellung für (externe) Jahresabschlusskosten!? Natürlich ist es so, dass mit der Größe des Unternehmens auch dessen Bilanzposten anwachsen. Nichtsdestotrotz, darf mach auch bei kleinen Unternehmen mit sehr wenigen Mitarbeitern grundsätzlich mehr als 1-2 Rückstellungen erwarten dürfen. Grundsätzlich würde ich die Mehrzahl der nachfolgenden Rückstellungen dem Grunde nach auch bei kleinen Unternehmen erwarten: Jahresabschlusskosten Für die Erstellung des Jahresabschlusses besteht eine gesetzliche Verpflichtung. Somit sind die Kosten, die damit zusammenhängen und erst im Folgejahr in Rechnung gestellt werden (externe Kosten für Steuerberater, Gutachter, etc.) als Rückstellungen des betreffenden Geschäftsjahres zu bilanzieren. Interessant ist, dass auch interne Kosten (Mitarbeiterkosten) rückstellungsfähig sind. Hier ist an die Auskunftsperson zu denken, schließlich sind ja Fragen des Steuerberaters zu beantworten, Unterlagen herauszusuchen, etc. Offenlegung Hier verhält es sich für Kapitalgesellschaften ähnlich wie zum Jahresabschluss. Buchführung Für Buchführungsarbeiten nach dem Bilanzstichtag, die Geschäftsvorfälle des abgelaufenen Geschäftsjahres betreffen ist aufgrund der öffentlich-rechtlichen Verpflichtung ebenfalls eine Rückstellung zu bilden. Auch hier explizit für interne Kosten. Steuererklärung Siehe Jahresabschluss und Buchführung Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen Die Aufbewahrungspflicht ergibt sich aus dem Gesetz nach §§ 257 HGB und 147 AO. Kosten können sein, ein einmaliger Aufwand für die Archivierung, Raum- und Personalkosten, Abschreibung für notwendige Gegenstände. Instandhaltungen Die Instandhaltungen müssen dem abgelaufenen Geschäftsjahr zugeordnet werden können und innerhalb von 3 Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres nachgeholt werden. Urlaub Die von Mitarbeitern nicht genommenen Urlaubstage sind zum Bilanzstichtag als Erfüllungsrückstand des Arbeitgebers zu bewerten und als Rückstellung zu bilanzieren. Überstunden / Gleitzeit Siehe Urlaubsrückstellung Rückbauverpflichtungen Sie haben als Pächter/Mieter aufgrund...

Bilanzierungs-Memorandum Jan02

Bilanzierungs-Memorandum...

Aufgrund meiner Erfahrung besitzt ein Bilanzierungs-Memo signifikante Vorteile für ihre Anwender. Vorher jedoch zuerst einmal meine Definition eines Bilanzierungs-Memorandums (BM): Bei einem BM handelt es sich in meiner Definition und Anwendung, um die Beschreibung einer in der Regel wesentlichen Bilanzposition. Inhaltlich erläutert es den aktuellen tatsächlichen Bilanzansatz, die allgemeine und historische Entwicklung im Unternehmen, die zu Grunde liegenden Prozesse und Systeme, die tatsächlich angewandten Regeln der Bilanzierung dem Grunde und der Höhe nach sowie für den Ausweis und die Offenlegung. Das BM sollte versioniert erstellt, unterschrieben und sicher archiviert werden. Nachstehend ein Beispiel für ein BM (LINK nutzen!): http://blog.principe-treuhand.de/wp-content/uploads/2020/01/Bilanzierungs-Memo_Personal-RSt__122019.pdf Nun, die nach meiner Ansicht wesentlichen Vorteile eines BM: Die Ressourcen im Rechnungswesen sind knapp und dementsprechend herrscht eine hohe Fluktuation. Wenn wichtige Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, geht mit ihnen auch viel Wissen und Erfahrung verloren. Neue Mitarbeiter müssen sich wieder langwierig und in der Regel allein einarbeiten, wobei das ursprüngliche Niveau über einen längeren Zeitraum erst einmal nicht erreicht wird (wenn es überhaupt wieder erreicht werden sollte). Für diese Risiko-Schnittstelle helfen BM effektiv und effizient das Wissen im Unternehmen mitarbeiterunabhängig vorzuhalten. Es dient als wertvolle Checkliste zum Jahresabschluss. Aufgrund der ausführlichen Beschreibung gelingt eine deutlich schnellere Einarbeitung und auch wichtige Details bleiben dem Unternehmen als Know-how vorhanden.   Größere Unternehmen unterliegen einer Vielzahl von Regeln und Gesetzen. Deren Einhaltung wird von externen Institutionen regelmäßig geprüft. Zu nennen sind hier beispielsweise das Finanzamt, welches im Rahmen der Betriebsprüfung die angewandten Bilanzierungsregeln überprüft. Seit Jahren fordert es für die Buchführung eine Verfahrensbeschreibung über die Einhaltung der GoBD und bestimmter Prozesse (bspw. Belegwesen, Datensicherheit, etc.) im Unternehmen. Die Verfahrensbeschreibung erfüllt dabei den GoB der Nachvollziehbarkeit der Geschäftsvorfälle (§§ 238 HGB / 145 AO). Weitere Institutionen sind die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR), welches die internationale Rechnungslegung von...

9-Miles-Stone Konzept des IDW...

Nachfolgend stellen wir das 9-Miles-Stones Konzept des IDW in kurzer Form vor: Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) unterscheidet bei der Durchführung einer ordnungsgemäßen Jahresabschlussprüfung insgesamt vier Phasen und neun Meilensteine: Phase 1: Auftragsannahme und Fortführung M1: Auftrags- und Mandatsmanagement Entscheidung und Dokumentation des Prozesses über die Auftragsannahme. Erstellung und Versand des Auftragsbestätigungsschreibens. Phase 2: Informationsbeschaffung und Risikobeurteilung M2: Informationsbeschaffung und vorläufige Risikoeinschätzung Gewinnung und Dokumentation des gewonnenen Verständnisses vom (Geschäftsmodell) des Mandanten und Identifikation der inhärenten Risiken M3: Vorläufige Festlegung der Wesentlichkeit und Beurteilung der Fehlerrisiken Konzentration auf wesentliche Sachverhalte; Dokumentation der Wesentlichkeiten (Overall, Planning, SUM), Fehlerrisken auf Abschluss- und Aussageebene. M4: Auswertung der rechnungslegungsrelevanten Prozesse und internen Kontrollen Feststellung wesentlicher Risiken aus fehlenden bzw. nicht angemessenen internen Kontrollen und der Nutzung vorhandener Kontrollen. Das zentrale gewonnene Verständnis über das IKS ist zu dokumentieren. Phase 3 Reaktion auf beurteilte Risiken M5: Festlegung der Prüfungsstrategie und des Prüfungsprogramms Roter Faden zwischen den identifizierten Fehlerrisiken und der Reaktion (Art der Prüfungshandlungen, Umfang, Zeitpunkt, Sicherheitsniveau) auf diese, jeweils auf Abschluss- und Aussageebene. M6: Validierung der internen Kontrollen (Funktionsprüfungen) Durchführung von Funktionsprüfungen für die Kontrollen, aus denen Prüfungssicherheit gewonnen werden soll. Ergebnis der Prüfungshandlungen und Schlussfolgerungen sind zu dokumentieren. M7: Aussagebezogene Prüfungshandlungen Aufdeckung wesentlicher falscher Angaben auf der Aussagenebene und Schlussfolgerung, ob ausreichende Prüfungssicherheit gewonnen wurde. Phase 4: Abschließende Beurteilung und Berichterstattung M8: Abschließende Prüfungshandlungen Klärung offener Punkte und Schlussfolgerungen zur Ordnungsmäßigkeit der einzelnen Posten des Abschlusses; Zusammenstellung der identifizierten Fehler, Einholung der Vollständigkeitserklärung M9: Berichterstattung und Archivierung Erteilung des abschließenden Prüfungsurteils, Bestätigungsvermerk, Prüfungsbericht, Schlussbesprechung Sie haben Fragen zu den einzelnen Phasen oder Meilensteine. Dann kontaktieren Sie die PRICO TREUHAND GmbH ihren Spezialisten für das AUDIT-Consulting.     Über PRICO TREUHAND GmbH, Tamm/Ludwigsburg Die PRICO TREUHAND GmbH ist ein spezialisierter Anbieter diverser Beratungs- und Dienstleistungen in den Bereichen...

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