DPR-Prüfungsschwerpunkte 2021...

Die DPR hat am 9.11.2020 die Prüfungsschwerpunkte für das Jahr 2021 bekannt gegeben: IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Angaben bezgl. der Unternehmensfortführung, zu wesentlichen Ermessensentscheidungen und Schätzunsicherheiten sowie die Darstellung von COVID-19 Sachverhalten im Abschluss; IAS 36 Wertminderungen von Vermögenswerten; IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 7 Finanzinstrumente Angaben; IFRS 16 Leasingverhältnisse; IAS 24 Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen; §315 HGB Konzernlagebericht – Risikoberichterstattung unter Beachtung der Auswirkungen von COVID-19; insbesondere die hinreichende Beurteilung und Beschreibung der COVID-19 bedingten Risiken sowie der Einklang zwischen Risiko- und Prognoseberichterstattung. Bei den ersten vier genannten Prüfungsschwerpunkten handelt es sich um die am 28.10.2020 durch die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA veröffentlichten Prüfungsschwerpunkte, die von den nationalen Aufsichtsbehörden bei ihrer Prüfung im Rahmen des Enforcement-Verfahren (z.B. DPR) zu beachten...

Bilanzierungs-Memorandum...

Aufgrund meiner Erfahrung besitzt ein Bilanzierungs-Memo signifikante Vorteile für ihre Anwender. Vorher jedoch zuerst einmal meine Definition eines Bilanzierungs-Memorandums (BM): Bei einem BM handelt es sich in meiner Definition und Anwendung, um die Beschreibung einer in der Regel wesentlichen Bilanzposition. Inhaltlich erläutert es den aktuellen tatsächlichen Bilanzansatz, die allgemeine und historische Entwicklung im Unternehmen, die zu Grunde liegenden Prozesse und Systeme, die tatsächlich angewandten Regeln der Bilanzierung dem Grunde und der Höhe nach sowie für den Ausweis und die Offenlegung. Das BM sollte versioniert erstellt, unterschrieben und sicher archiviert werden. Nachstehend ein Beispiel für ein BM (LINK nutzen!): http://blog.principe-treuhand.de/wp-content/uploads/2020/01/Bilanzierungs-Memo_Personal-RSt__122019.pdf Nun, die nach meiner Ansicht wesentlichen Vorteile eines BM: Die Ressourcen im Rechnungswesen sind knapp und dementsprechend herrscht eine hohe Fluktuation. Wenn wichtige Mitarbeiter das Unternehmen verlassen, geht mit ihnen auch viel Wissen und Erfahrung verloren. Neue Mitarbeiter müssen sich wieder langwierig und in der Regel allein einarbeiten, wobei das ursprüngliche Niveau über einen längeren Zeitraum erst einmal nicht erreicht wird (wenn es überhaupt wieder erreicht werden sollte). Für diese Risiko-Schnittstelle helfen BM effektiv und effizient das Wissen im Unternehmen mitarbeiterunabhängig vorzuhalten. Es dient als wertvolle Checkliste zum Jahresabschluss. Aufgrund der ausführlichen Beschreibung gelingt eine deutlich schnellere Einarbeitung und auch wichtige Details bleiben dem Unternehmen als Know-how vorhanden.   Größere Unternehmen unterliegen einer Vielzahl von Regeln und Gesetzen. Deren Einhaltung wird von externen Institutionen regelmäßig geprüft. Zu nennen sind hier beispielsweise das Finanzamt, welches im Rahmen der Betriebsprüfung die angewandten Bilanzierungsregeln überprüft. Seit Jahren fordert es für die Buchführung eine Verfahrensbeschreibung über die Einhaltung der GoBD und bestimmter Prozesse (bspw. Belegwesen, Datensicherheit, etc.) im Unternehmen. Die Verfahrensbeschreibung erfüllt dabei den GoB der Nachvollziehbarkeit der Geschäftsvorfälle (§§ 238 HGB / 145 AO). Weitere Institutionen sind die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR), welches die internationale Rechnungslegung von...

Corona und Abschlusserstellung...

Das IDW hat im laufenden Jahr 2020 eine Vielzahl von fachlichen Hinweisen und Erläuterungen zur Rechnungslegung in Zeiten von Corona herausgegeben. Bereits im April 2020 hatte das IDW mit einem Video reagiert. Für viele Unternehmen war die Schlussfolgerung des IDW, dass es sich bei Corona um ein sog. wertbegründendes Ereignis handelt eine sehr willkommene Erleichterung für den Jahresabschluss, d.h. Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung zum 31.12.2019. Das wird nun zum 31.12.2020 natürlich anders sein. Nachstehend können Sie sich das erwähnte Video nochmals anschauen: https://www.idw.de/idw/im-fokus/podcasts-fachlich/corona-rechnungslegung Sie haben Fragen zu Ihrer Rechnungslegung in Zeiten von Corona? Zur Werthaltigkeit von Vermögensgegenständen oder der Bildung von Rückstellungen? Notwendige Angaben im Anhang oder Lagebericht, dann kontaktieren Sie uns einfach telefonisch oder über eMail. Disclaimer Bitte beachten Sie, dass die PRICO Treuhand GmbH keinerlei Haftung für die Inhalte verlinkter Seiten übernimmt. Zur evtl. Verarbeitung und Archivierung ihrer persönlichen Daten verweisen wir auf unsere Datenschutzerklärung. ...

FIT4 AUDIT

Sie interessieren Sie für unser Beratungsangebot „FIT4-Audit“? Nachfolgend haben wir unsere typischen Leistungen in diesem Bereich dargestellt. Nutzen Sie einfach den nachfolgenden LINK:...

RÜCKSTELLUNGEN (für kleinere Unternehmen) Mai22

RÜCKSTELLUNGEN (für kleinere Unternehmen)...

Mir werden sehr oft Bilanzen von kleineren Unternehmen vorgelegt, die durch geringe Rückstellungswerte „glänzen“. Das ist verwunderlich, sind Rückstellungen doch ein probates Mittel um die steuerliche Bemessungsgrundlage zu reduzieren und hierdurch gerade für kleinere Betriebe wichtige Liquiditätsvorteile zu generieren. Es findet sich nicht selten nur eine einzige Rückstellung für (externe) Jahresabschlusskosten!? Natürlich ist es so, dass mit der Größe des Unternehmens auch dessen Bilanzposten anwachsen. Nichtsdestotrotz, darf mach auch bei kleinen Unternehmen mit sehr wenigen Mitarbeitern grundsätzlich mehr als 1-2 Rückstellungen erwarten dürfen. Grundsätzlich würde ich die Mehrzahl der nachfolgenden Rückstellungen dem Grunde nach auch bei kleinen Unternehmen erwarten: Jahresabschlusskosten Für die Erstellung des Jahresabschlusses besteht eine gesetzliche Verpflichtung. Somit sind die Kosten, die damit zusammenhängen und erst im Folgejahr in Rechnung gestellt werden (externe Kosten für Steuerberater, Gutachter, etc.) als Rückstellungen des betreffenden Geschäftsjahres zu bilanzieren. Interessant ist, dass auch interne Kosten (Mitarbeiterkosten) rückstellungsfähig sind. Hier ist an die Auskunftsperson zu denken, schließlich sind ja Fragen des Steuerberaters zu beantworten, Unterlagen herauszusuchen, etc. Offenlegung Hier verhält es sich für Kapitalgesellschaften ähnlich wie zum Jahresabschluss. Buchführung Für Buchführungsarbeiten nach dem Bilanzstichtag, die Geschäftsvorfälle des abgelaufenen Geschäftsjahres betreffen ist aufgrund der öffentlich-rechtlichen Verpflichtung ebenfalls eine Rückstellung zu bilden. Auch hier explizit für interne Kosten. Steuererklärung Siehe Jahresabschluss und Buchführung Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen Die Aufbewahrungspflicht ergibt sich aus dem Gesetz nach §§ 257 HGB und 147 AO. Kosten können sein, ein einmaliger Aufwand für die Archivierung, Raum- und Personalkosten, Abschreibung für notwendige Gegenstände. Instandhaltungen Die Instandhaltungen müssen dem abgelaufenen Geschäftsjahr zugeordnet werden können und innerhalb von 3 Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres nachgeholt werden. Urlaub Die von Mitarbeitern nicht genommenen Urlaubstage sind zum Bilanzstichtag als Erfüllungsrückstand des Arbeitgebers zu bewerten und als Rückstellung zu bilanzieren. Überstunden / Gleitzeit Siehe Urlaubsrückstellung Rückbauverpflichtungen Sie haben als Pächter/Mieter aufgrund...

9-Miles-Stone Konzept des IDW...

Nachfolgend stellen wir das 9-Miles-Stones Konzept des IDW in kurzer Form vor: Das Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) unterscheidet bei der Durchführung einer ordnungsgemäßen Jahresabschlussprüfung insgesamt vier Phasen und neun Meilensteine: Phase 1: Auftragsannahme und Fortführung M1: Auftrags- und Mandatsmanagement Entscheidung und Dokumentation des Prozesses über die Auftragsannahme. Erstellung und Versand des Auftragsbestätigungsschreibens. Phase 2: Informationsbeschaffung und Risikobeurteilung M2: Informationsbeschaffung und vorläufige Risikoeinschätzung Gewinnung und Dokumentation des gewonnenen Verständnisses vom (Geschäftsmodell) des Mandanten und Identifikation der inhärenten Risiken M3: Vorläufige Festlegung der Wesentlichkeit und Beurteilung der Fehlerrisiken Konzentration auf wesentliche Sachverhalte; Dokumentation der Wesentlichkeiten (Overall, Planning, SUM), Fehlerrisken auf Abschluss- und Aussageebene. M4: Auswertung der rechnungslegungsrelevanten Prozesse und internen Kontrollen Feststellung wesentlicher Risiken aus fehlenden bzw. nicht angemessenen internen Kontrollen und der Nutzung vorhandener Kontrollen. Das zentrale gewonnene Verständnis über das IKS ist zu dokumentieren. Phase 3 Reaktion auf beurteilte Risiken M5: Festlegung der Prüfungsstrategie und des Prüfungsprogramms Roter Faden zwischen den identifizierten Fehlerrisiken und der Reaktion (Art der Prüfungshandlungen, Umfang, Zeitpunkt, Sicherheitsniveau) auf diese, jeweils auf Abschluss- und Aussageebene. M6: Validierung der internen Kontrollen (Funktionsprüfungen) Durchführung von Funktionsprüfungen für die Kontrollen, aus denen Prüfungssicherheit gewonnen werden soll. Ergebnis der Prüfungshandlungen und Schlussfolgerungen sind zu dokumentieren. M7: Aussagebezogene Prüfungshandlungen Aufdeckung wesentlicher falscher Angaben auf der Aussagenebene und Schlussfolgerung, ob ausreichende Prüfungssicherheit gewonnen wurde. Phase 4: Abschließende Beurteilung und Berichterstattung M8: Abschließende Prüfungshandlungen Klärung offener Punkte und Schlussfolgerungen zur Ordnungsmäßigkeit der einzelnen Posten des Abschlusses; Zusammenstellung der identifizierten Fehler, Einholung der Vollständigkeitserklärung M9: Berichterstattung und Archivierung Erteilung des abschließenden Prüfungsurteils, Bestätigungsvermerk, Prüfungsbericht, Schlussbesprechung Sie haben Fragen zu den einzelnen Phasen oder Meilensteine. Dann kontaktieren Sie die PRICO TREUHAND GmbH ihren Spezialisten für das AUDIT-Consulting.     Über PRICO TREUHAND GmbH, Tamm/Ludwigsburg Die PRICO TREUHAND GmbH ist ein spezialisierter Anbieter diverser Beratungs- und Dienstleistungen in den Bereichen...

Neue Bilanzregel: „IFRS 16 war eine gewaltige Aufgabe“...

Ab diesem Geschäftsjahr muss der neue Leasingstandard IFRS 16 erstmals angewandt werden, und der Weg dahin war für viele Unternehmen eine Mammutaufgabe. „Bei einigen wird auch jetzt noch hektisch am letzten Feinschliff gearbeitet“, berichte BDO-Wirtschaftsprüfer Jens Freiberg im Talk mit FINANCE-TV. Besonders heikel – vor allem unter Analysten – war im Vorfeld die Frage, wie stark sich die bilanzielle Verschuldung durch die neue Regel erhöhen wird. In einer Untersuchung der aktuellen Dax30-Geschäftsberichte hat Freiberg genau diese Frage analysiert und ist zu gemischten Ergebnissen gekommen. Wie sich die Kennzahlen von Deutschlands Konzernen verändern werden und warum IFRS 16 schon wieder neue Fragen aufwirft – der Talk bei FINANCE-TV. Quelle: Neue Bilanzregel: „IFRS 16 war eine gewaltige Aufgabe“   Bitte beachten Sie, dass die PRICO Treuhand GmbH keinerlei Haftung für die Inhalte verlinkter Seiten...

IDW RS HFA 50: Modulentwurf IFRS 1 – M 1 veröffentlicht...

Nachfolgend stellen wir Ihnen den aktuellen Modulentwurf des IDW zu IFRS 1 vor: Der Modulentwurf IFRS 1 – M 1 befasst sich mit dem Übergang von einem kombinierten Abschluss auf einen IFRS-Konzernabschluss für einen Geschäftsbereich aufgrund eines geplanten Börsengangs. Quelle: IDW RS HFA 50: Modulentwurf IFRS 1 – M 1...

IDW Podcast zur Prüfung von Lageberichten...

Nachfolgend ist der Podcast des IDW zur Prüfung von Lageberichten dargestellt: https://www.idw.de/idw/im-fokus/podcasts-fachlich/lagebericht   Sie haben Fragen hierzu? Dann kontaktieren Sie die PRICO TREUHAND GmbH ihren Spezialisten für Rechnungslegung und AUDIT...

DPR Prüfungsschwerpunkte 2018...

Über den nachfolgenden Link können Sie die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres 2017 einsehen: https://www.frep.info/docs/pressemitteilungen/2017/20171123_pm.pdf   Sie haben Fragen hierzu? Dann kontaktieren Sie die PRICO TREUHAND GmbH ihren Spezialisten für Rechnungslegung und AUDIT...

DPR Prüfungsschwerpunkte 2019...

Über den nachfolgenden Link können Sie die Prüfungsschwerpunkte des Geschäftsjahres 2018 einsehen: https://www.frep.info/docs/pressemitteilungen/2018/20181115_pm.pdf Sie haben Fragen zu den Prüfungsschwerpunkten? Dann kontaktieren Sie uns die PRICO TREUHAND GmbH ihren Spezialisten für Rechnungslegung und AUDIT...

DPR Prüfungsschwerpunkte 2020...

Über den nachfolgenden Link können Sie die Prüfungsschwerpunkte der DPR für die Jahresabschlüsse 2019 einsehen. Es sind die erwarteten Schwerpunkte, mitunter IFRS 16, Goodwill Impairments, Auswirkungen des neuen IFRS 16 auf Lageberichte, etc. DPR 2020_pm Sie haben Fragen hierzu? Dann kontaktieren Sie uns die PRICO TREUHAND GmbH. Wir sind Ihr Spezialist für Rechnungslegung und AUDIT...

AUDIT Consulting

Die Finance- und Accounting-Abteilungen werden personell zunehmend kleiner. Trotz Outsourcing, d.h. der Abgabe von Aufgaben belasten Projektarbeiten – wie Sonderprojekte oder Jahresabschlussprüfungen – die eigenen Mitarbeiter neben dem „Alltagsgeschäft“ doch beträchtlich. Ein personeller Engpass oder ein nicht erwartetes Sonderprojekt wird dann oft zur Zerreißprobe für das eigene Finance-Team. Für anstehende Jahresabschlussprüfungen, interne Revisionsprüfungen, etc. kann die Beauftragung von spezialisierten Dienstleistern eine Lösung sein, welche situationsbedingt spezielle Aufgaben übernehmen. Diese können bspw. sein: Risk Screening: Ein erfahrener Wirtschaftsprüfer schaut sich im Vorfeld die Prüfungsfeststellungen des Vorjahres, aktuelle Konten, Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht sowie die Prozesse und Kontrollen an und beurteilt auf dieser Basis, ob sich hieraus Prüfungsrisiken für das Unternehmen ergeben könnten. Entsprechende Abwehrstrategien sollten im Vorfeld der Prüfung vorliegen und besprochen sein. Sparring: Den Unternehmensvertretern bzw. dem Aufsichtsrat/Prüfungsausschuss sind die Risiken bekannt, sie möchten jedoch eine zusätzliche objektive fachliche Beurteilung im Vorfeld der Abschlussprüfung und hieraus abgeleitet mögliche Lösungsstrategien. Fit4Audit: Mögliche Aufgaben sind, die Anleitung und Unterstützung der verschiedenen Fachbereiche im Zuge der Abschlusserstellung, Organisation und Archivierung der Prüfungsunterlagen gem. Anforderungsliste, Vorbereitung bilanzieller Stellungnahmen für wesentliche Sachverhalte, Implementierung wichtiger Schlüsselkontrollen, etc. Die möglichen Aufgaben sind vielfältig. Protect: Ein erfahrener Wirtschaftsprüfer validiert Anforderungen und Feststellungen während der Prüfung und entlastet hierdurch Mitarbeiter oder bereinigt „sog. Feststellungen“ bereits während der Prüfung. Auch hier lassen sich problemlos weitere Einsatzfelder aufzählen. Die möglichen Projekt- und Beratungsleistungen in diesem Bereich sind vielfältig. Der Nutzen für das Unternehmen sollte im Vorfeld klar herausgearbeitet und auf Grundlage der spezifischen Verhältnisse definiert...

Roter Faden in der Jahresabschlussprüfung (Teil 1)...

Das Kalenderjahr neigt sich seinem Ende zu und die ersten Vorprüfungen der kommenden Jahresabschlussprüfungen haben bereits begonnen. Für Unternehmen als auch für Berater ist es daher essentiell den möglichen Ablauf einer Jahresabschlussprüfung zu verstehen. Grundsätzlich kann der Ablauf in drei unterschiedliche Phasen eingeteilt werden: Erste Phase: Planungsphase Zweite Phase: Durchführung der Prüfungshandlungen Dritte Phase: Abschließende Prüfungshandlungen, Prüfungsurteil, Berichterstattung, Archivierung Planungsphase Neben internen Maßnahmen des Abschlussprüfers (Einhaltung der Berufspflichtigen, personelle und zeitliche Planung, Einschätzung des Mandatsrisikos, aktuelle Beauftragung, Datenschutz etc.) ist diese Phase insbesondere durch das Einholen folgender aktueller Informationen von Mitarbeitern des Unternehmens, eigenen Prüfungshandlungen oder externen Quellen des zu prüfenden Unternehmen geprägt: Entwicklung der Geschäftstätigkeit im laufenden Jahr, insbesondere auch im Vergleich zur Planung (Budget) Einschätzung des wirtschaftlichen und rechtlichen Umfelds Informationen zur Änderung des Geschäftsmodells, der Geschäftsprozesse und wesentlichen Mitarbeiter (bspw. Outsourcing, Beauftragung externer Experten, etc.) Einschätzung des Vorliegens von Verstössen (Fraud) Einschätzung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems Relevanz der IT (IT Anwendungen, Infrastruktur, IT Betrieb, etc.) Etc. Aus diesen ersten Informationen leitet der Abschlussprüfer seine vorläufige Risikobeurteilung bzw. sein spezifisches Prüfungsrisiko ab und gestaltet hieraus sein Prüfungsprogramm. Wesentliche Erkenntnisse sollten nun zu folgenden Sachverhalten vorliegen: Going Concern Wesentliche inhärente Risiken, bspw. aus Bilanzposten und Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Lagebericht (bspw. wesentliche Schätz- und Zeitwerte, Vermögenswerte, etc.) Rechtliche, steuerliche, finanzielle, wirtschaftliche, organisatorische und strategische Einschätzung, inklusive der wesentlichen Risiken Wesentliche Geschäftsvorfälle (bspw. mit nahestehenden Personen, außerordentlich, etc.) IT Abhängigkeit und IT Risiken Angemessenheit des rechnungslegungsbezogenen Kontrollsystems, insbesondere auch in Bezug zur Vermeidung von Verstössen Validierung der Risiken aus Unregelmäßigkeiten Etc. In der letzten Phase der Planung gehen die Erkenntnisse sodann über in folgende wesentliche Schlussfolgerungen und Maßnahmen für die weitere Prüfung: Inhaltliche Anleitung und spezifische Instruktion des Prüfungsteams Entscheidung über die Hinzuziehung von Spezialisten Festlegung der unterschiedlichen Wesentlichkeiten Planung von Prüfungshandlungen zur Feststellung...

§ 146 AO Ordnungsvorschriften für Buchführung und Aufzeichnungen Jul02

§ 146 AO Ordnungsvorschriften für Buchführung und Aufzeichnungen...

Mit Schreiben vom 19. Juni 2018 berichtet das Bundesministerium der Finanzen (BMF) über die Änderung des Anwendungserlasses zur Abgabenordnung zu § 146 AO. Schwerpunkt der Änderung betrifft die zusätzliche explizite Nennung der Einzelaufzeichnungspflicht im Gesetz in § 146 AO. Die Einzelaufzeichnungspflicht ist somit neben den bereits bestehenden Regelungen zur Richtigkeit, Vollständigkeit, Ordnung, Zeitbezogenheit und Unveränderbarkeit für eine ordnungsgemäße Buchführung und für die sonstigen Aufzeichnungen zu beachten, so dass diese uneingeschränkt der Besteuerung zu Grunde gelegt werden kann (§ 158 AO). Das Schreiben gibt des Weiteren Auskunft darüber, welche Ausnahmen von der Einzelaufzeichnung bestehen. Insbesondere Kasseneinnahmen und -ausgaben werden thematisiert, insbesondere bei Einsatz von offenen Ladenkassen. In der Einführung des Schreibens unter 1. Allgemeines schreibt das BMF….“nur der ordnungsgemäßen Buchführung kommt Beweiskraft zu (§ 158 AO)…Verstöße gegen die Vorschriften zur Führung von Büchern und Aufzeichnungen (§§ 140 bis 147 AO) können z.B…..eine Schätzung nach § 162 AO…..zur Folge haben.        Disclaimer Unsere Angaben werden nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und geprüft. Aufgrund neuer Gesetze oder Verordnungen ergeben sich jedoch im Zeitablauf Änderungen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir keine Haftung für Richtigkeit und Vollständigkeit unserer Angaben...